Tabuthema „Domina“ – aus Sicht einer Frau

Mit welchem Recht urteilen Menschen, insbesondere Frauen, über Dominas?

Der Beruf der Domina, ein Kapitel, welches von Vielen gerne unter den Tisch gekehrt wird – nach wie vor ein sogenanntes Tabuthema in unserer „scheinbar“ offenen und fortschrittlichen Gesellschaft. Dabei nehmen nicht ausschließlich Spitzenverdiener, wie z. B. Juristen, Ärzte und angesehene Geschäftsleute (m/w/d) ihre Dienste wahr, auch Normalverdiener sparen sich Geld auf die Seite und nehmen ihren Service gerne in Anspruch.

Ich möchte meine Sicht, als Frau, zu diesem Thema widerspiegeln und dazu aufrufen, diesem keinesfalls 0815-Beruf mit Achtung zu begegnen. Viele Männer und vor allem aber Frauen missachten und diskriminieren diesen, da sie zum einen alt geprägte Vorurteile hierzu haben und zum anderen keinerlei Vorstellung, wie dieser denn überhaupt aussieht und wer die Dienste ausübt und auf der Gegenseite auch in Anspruch nimmt.

Aus meiner beruflichen Vergangenheit heraus weiß ich zum einen ganz genau, welche Männer überall wohin gehen und warum. Zum anderen war eine der Damen aus meiner Bar, eine Hausfrau (siehe Bild), als solche tätig. Es war für sie die perfekte Mischung aus sehr gutem Nebeneinkommen und zugleich ausgelebter Leidenschaft.

Die sogenannten „Sklaven“ (Kunden einer Domina) sind sehr gefühlvolle Menschen und eine Domina muss deshalb auch sehr viel Feingefühl für Ihre Kunden haben. Sie bringen großes Vertrauen und Hingabe für ihre sogenannte „Herrin“ auf. Es werden deshalb seitens der Domina auch immer die Wünsche und Tabus der Kunden im Vorab abgefragt. Das Gleiche gilt für die bevorzugte Anrede, mit welcher der Kunde angesprochen werden will. (in den meisten Fällen ein Pseudonym)

Ich frage mich, warum sollte nicht jeder von uns seiner Leidenschaft nachgehen können und tun, was er oder sie wirklich will?

Auch ich wurde zu Beginn meiner Zeit in Augsburg aufgrund meines Berufs diskriminiert behandelt und das, obwohl ich immer viel gearbeitet und brav meine Steuern bezahlt habe. Ich wollte nie wie eine Aussetzige behandelt werden, habe jedoch gelernt und habe immer viel für andere in der Umgebung und die Gesellschaft im Allgemeinen getan.

Ich habe mit der Zeit gelernt, über den Urteilen anderer zu stehen und spreche somit auch gerne im Klartext diese Worte aus.

Und ich stehe voll und ganz hinter den Menschen, die nicht in das klassische Bild der Gesellschaft passen,

denn jeder von ihnen macht einen ebenso wundervollen Job und leistet seinen Dienst an der Gesellschaft.

 

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